1. Blind-Pool-Charakter
Die tatsächliche Rendite der Anlage ist von der Auswahl der zu erwerbenden Policen abhängig. Zum Zeitpunkt der Beteiligung durch den Anleger sind die einzelnen Anlageobjekte (Lebensversicherungspolicen) jedoch noch nicht identifiziert. Hierdurch besitzt die Gesellschaft einen so genannten Blind-Pool-Charakter. Es kann daher nicht genau im Voraus bestimmt werden, zu welchem Zeitpunkt und zu welchen Konditionen die Anlageobjekte erworben werden können, woraus gegebenenfalls geringere Einnahmen resultieren könnten bzw. höhere Prämien zu bezahlen wären als von dem US-Lebensversicherungsfonds erwartet.
2. Manipulationen bei Erstellung des medizinischen Gutachtens
Es besteht die Gefahr, dass - insbesondere durch unrichtige Angaben und Manipulationen z. B. durch den Versicherten - ein falsches Bild der prognostizierten Restlaufzeiten und damit des Policenwertes
entsteht und dass erworbene Policen einen geringeren Wert als erwartet besitzen.
3. Zu kurz prognostizierte Lebenserwartung
Sofern die prognostizierten Restlaufzeiten der Lebensversicherungen im Vergleich zu den tatsächlichen
Fälligkeitszeitpunkten der Versicherungsleistungen von den Qualified Physicians zu kurz eingeschätzt wurden, würden die Ablaufleistungen später vereinnahmt und die Prämien wären gegebenenfalls für einen längeren Zeitraum zu bezahlen.
4. Nichterfüllung von Vertragsbestandteilen von Partnern
Der Lebensversicherungsfonds bedient sich verschiedener Vertragspartner. Es besteht das Risiko, dass einer oder mehrere dieser Vertragspartner die geschuldeten Leistungen nicht vertragsgemäß erbringt / erbringen, was etwaige Rechtsverfolgungskosten im In- und Ausland zu Lasten der Gesellschaft verursachen und dazu führen könnte, dass die Gesellschaft bestimmte Leistungen bei einem oder mehreren neuen Vertragspartnern für zusätzliche Kosten beziehen müsste.
5. Insolvenz einer (Rück-)Versicherungsgesellschaft
Obwohl von den meisten US-Lebensversicherungsfonds nur Policen von Versicherungsgesellschaften mit einem Standard & Poor`s Rating der Kategorie A und besser oder einem vergleichbaren Rating einer anderen Rating-Agentur erworben werden und zudem die Rückversicherungsgesellschaft, mit der das Absicherungskonzept abgeschlossen mancher Fonds abgeschlossen wurde, mit ebenfalls einer hohen Bonität ausgestattet ist, besteht auch im vorliegenden Fall das Risiko, dass ein Anleger sein eingesetztes Kapital teilweise oder insgesamt verliert, wenn eine oder mehrere der involvierten (Rück-)Versicherungsgesellschaften insolvent wird / werden, woraus wiederum eine Verminderung der Rendite bzw. gegebenenfalls ein Verlust resultierte.
In den USA sind Versicherungsgesellschaften regelmäßig verpflichtet, sich in einem staatlichen Garantiefonds zu organisieren, der bei Insolvenz einer Versicherungsgesellschaft die Anleger vor dem Verlust ihrer Anlage bewahrt. In der Regel werden bestehende Policen zu unveränderten Bedingungen von anderen Versicherungsgesellschaften übernommen.
Zudem sind Lebensversicherungspolicen i. d. R. je nach Bundesstaat bis zu einer Versicherungssumme zwischen US$ 100.000 und US$ 500.000 je versicherte Person gedeckt. Der US-Lebensversicherungsfonds wird allerdings auch Policen erwerben, die diese Abdeckung übersteigen.
6. Währungsrisiko: US-$ zu Euro
Der US-Lebensversicherungsfonds wird konzeptionsgemäß sein Anlagekapital in den USA anlegen, d. h. sämtliche Zahlungsströme der Gesellschaft, insbesondere Anlagen und Rückflüsse, werden in US-$ erfolgen. Veränderungen von Wechselkursen des US-$ zum Euro können zu Verlusten führen. Sinkt beispielsweise der Wert des US-$ gegenüber dem Euro, verschlechtert sich die Rendite des Anlegers bei einem Umtausch in Euro.