Da eine Risikolebensversicherung lediglich das Todesfallrisiko abdecken soll und im Gegensatz zur Kapitallebensversicherung keinen zusätzlichen Ansparanteil integriert hat, besitzt eine Risikolebensversicherung bei einer vorzeitigen Kündigung keinen oder nur einen geringen Rückkaufswert.
Gleichzeitig sind US-Risikolebensversicherung im Vergleich zu deutschen Risikolebensversicherungen mit einer festen Laufzeit deutlich teurer: Durch die lebenslange Laufzeit der US-Risikolebensversicherung kommt die vereinbarte Versicherungssumme auf jeden Fall zur Auszahlung - dies schlägt sich auch auf die zu zahlende Prämie nieder.
Ein Amerikaner, der beispielsweise vor 30 Jahren die Finanzierung seines Eigenheims mit einer Risikolebensversicherung abgesichert hat und nun zu seinem 65. Geburtstag das Haus abbezahlt hat, spielt mit dem Gedanken seine Risikolebensversicherung zu kündigen, da der Absicherungsgrund - die Baufinanzierung - weggefallen ist. Bei einer Kündigung der Versicherung, würde er fortan die jährliche Prämie einsparen. Gleichzeitig wären die gezahlten Prämien der letzten 30 Jahre nahezu verloren, da die Versicherung nur einen geringen Rückkaufswert besitzt. Alternativ bietet sich daher an die Lebensversicherung zu verkaufen: Hier erhält der Policenbesitzer eine einmalige Kapitalzahlung deren Höhe sich nach der Lebenserwartung der versicherten Person richtet. Diese Zahlung ist immer höher als den Rückkaufswert, den er im Falle einer Kündigung erhalten würde.
Der Käufer der Police führt den Lebensversicherungsvertrag fort. Verstirbt die versicherte Person (= meist der Verkäufer der Police), erhält der Käufer die vereinbarte Versicherungssumme von der Versicherungsgesellschaft ausgezahlt. Sein Ertrag ergibt sich aus Differenz der Versicherungssumme abzüglich des Kaufpreises und der seit dem Kaufzeitpunkt gezahlten Prämien: